Coronavirus & Home-Office: Auf einen Milchkaffee ins hippe Straßencafé


Von Katharina Vollmer & Bjoern Hering

Uns trifft der Schlag: Schaut man sich in Dortmund um, macht es den Anschein, als würden noch mehr Menschen als sonst die neu gewonnene Zeit zum Massenbummeln nutzen. Schlangen nicht nur vor dem Gesundheitsamt – auch vor Eisdielen, Parks, Spielplätzen und Boutiquen.

Man hat den Anschein, als seien Stadtmenschen immun gegen ein Virus, welches gerade den Rest den Landes, Europa und die Welt in Atem hält. Zwei Wochen totale Isolation und Pause, mehr braucht es nicht, um der Pandemie und dem damit einhergehenden Massensterben von Menschen Einhalt zu gebieten. Die Regierung appelliert an die Bürger und verschärft täglich die Anordnungen. Und das braucht es anscheinend auch: Anordnungen von ganz oben. Denn ohne diese wird das Sterben von Angehörigen mit einer Halbherzigkeit abgetan, als würde es nur die Menschen im Fernseher betreffen, aber niemals uns selbst. Wie trotzige Kinder nutzt eine Vielzahl unserer Mitmenschen die Gelegenheit, die neue freie Zeit mit den Kindern eng an eng auf den Spielplätzen zu verbringen. Dicht gedrängt quetschen sie sich nach wie vor in Eisdielen und Würstchenbuden. Freunde treffen sich, umarmen sich und Küsschen links und rechts sind nach wie vor im Stadtbild en vogue. In den Cafés sitzen sie, die Home-Office Menschen: Schlürfen Kaffee Tisch an Tisch, stecken sich den neuesten Kuchenschrei mit eventuell kontaminierten Gabeln in den Mund und zeigen der Gesellschaft den Mittelfinger. Anders ist es nicht mehr zu erklären. Die Stadt scheint an diesem Montag voller den je zu sein. Was ist daran so schwer? Die Experten raten zu zwei Meter Mindestabstand von jeder Person und der Vermeidung jeglicher sozialen Kontakte, außer es lässt sich nicht vermeiden. Jeder neue Todesfall geht auf unser aller Konto!!!

Letzte Artikel von Katharina Vollmer (Alle anzeigen)

Teile diesen Artikel: