Chapeau! Das war das Etepetete Festival im FZW

Ropoporose aus Frankreich beim Etepetete Festival / Foto: feine Gesellschaft

Unser zweiter Geheimtipp für dieses Jahr war das Etepetete Festival im FZW Dortmund. Am Freitagabend fand es endlich statt und übertraf sämtliche Erwartungen.

Was für ein Freitagabend, was für ein Erfolg. Sechs Indie-Bands, zusammengewürfelt aus ganz Europa, packte man ins Line-Up und ließ sie abwechselnd auf zwei Floors im FZW spielen. Das Konzept ging auf. Trotz des guten Wetters am Freitagabend strömten viele von euch ins FZW und wurden garantiert nicht enttäuscht: Geschickt wechselten die Veranstalter nach jeder Band die Räume und nutzen die Umbaupausen perfekt aus, während das Publikum nicht nur zwischen den beiden Floors wählen konnte, sondern auch noch den Biergarten als Außenbereich samt angelieferter Pingpong-Platte nutzen konnten. Bei soviel Platz hofften wir alle, auch die Last Junkies On Earth als Präsentatoren des Abends, auf genug Publikum. Denn wie immer war uns klar: wenn LiveEurope neben der feinen Gesellschaft als Veranstalter mit im Boot ist, wird die Qualität der Bands herausragend sein. Wer schon einmal einen LiveEurope-Day im FZW besucht hat, der wird das ausnahmslos bestätigen können, wobei dort die Publikumszahl immer recht überschaubar war. Bis jetzt! Denn dieser Freitag sprengte alle hohen Erwartungen. Ein bis zum Anschlag voller Konzertsaal ließ in diesem Falle also nicht nur die Herzen der Bands höher schlagen. Feine Gesellschaft-Kopf Felix Japes sprach sogar vom „erfolgreichsten Abend seit dem Bestehen“ der kleinen Dortmunder Agentur. 

Es liegt mir fern, hier nun ausführlich auf die Bands des Abends einzugehen, denn musikalische Geschmäcker sind so unterschiedlich wie nur was. Als besondere Überraschung des kleinen Indie-Festivals will ich aber wohl Ropoporose aus Frankreich erwähnen, denn dieses Noise-Rock / Post Punk Pärchen sorgte für offene Münder und staunende Gesichter. In dem Augenblick drängten sich plötzlich so viele aus dem Biergarten zurück in den Konzertsaal, dass die Band nicht mehr nur vor dem Publikum spielte, sondern quasi im Publikum stand, weil sich alle um sie drängten. So sollten es auch die nachfolgenden Bands dann empfinden. Ob nun Stand Child oder Hush Moss aus Berlin, The Away Days aus Istanbul, His Clancyness aus Bologna in Italien oder Gosto aus Amsterdam – für alle Bands war es wohl genauso wie für das Publikum und für die Veranstalter ein äußerst gelungener Freitagabend. Chapeau!


Alle Fotos (c) feine Gesellschaft via Facebook

 

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About the author

Bjoern Hering lebt seit über 30 Jahren in Dortmund, aufgewachsen zwischen Graffiti, schwitzigen Konzerten und haufenweise Instrumentenkabeln. Bjoern liebt das Reisen und das Entdecken von Vergänglichem inmitten von hektischem Großstadttreiben. Auf seinem Blog Last Junkies On Earth dokumentiert er das Treiben seiner Stadt.