Facettenreiches Kulturfestival HUNA/K gestartet – 11 Tage Kunst, Kultur, Mensch & Diskurs im öffentlichen Raum

 

Am gestrigen Donnerstag ist im Roxy Kino an der Münsterstraße das interdisziplinäre, arabische Kunst- und Kulturfestival HUNA/K (das komplette Programmheft findet ihr hier) offiziell eröffnet worden – bei der Gelegenheit wurden schon mal die ersten Einblicke in das Kreativkonzept gewährt. Das erstmals stattfindende Festival hat sich zur Aufgabe gemacht, Grenzräume zwischen Politik, Kunst und Gesellschaft neu zu verknüpfen und dabei in der öffentlichen Wahrnehmung einen gemeinschaftlichen Diskurs anzuregen. Hierbei wird die arabische Kultur mit künstlerischen Formaten zwischen Musik, Film, Lesungen oder Performances in die Dortmunder Nordstadt getragen – nicht als Fremdkörper, sondern als anregende Selbsterverständlichkeit und kreative Melange in einem multikulturellen Stadtteil.

So war dann auch der Empfang im Roxy Kino schon ein Spiegelbild dieses Ansatzes und bot mit kurzen Danksagungen und Statements von Bürgermeisterin Birgit Jörder, Timo Köster und Guy Dermosessian (beide Zukunftsakademie NRW) sowie Fadi Abdelnour (AL FILM) einen ersten Ausblick auf die kommenden Tage. „Die Vielfalt der Kulturen zusammen (er-)leben und den Stadtraum sozialräumlich wie künstlerisch bespielen.“ war eine der Aussagen des Abends. So geht es bei Aktionen wie der Gestaltung der Hausfassade durch den Graffiti-Künstler Yazan Halwani aus Beirut (wir waren dabei), den Tanzperformances von „Cairography“ in der Nordstadt oder den heute startenden „Fliegenden Bildern“ von Adolf Winkelmann am Dortmunder U-Turm um gesellschaftspolitische Fragestellungen, die künstlerisch verpackt sind.

Freikarten für Geflüchtete und HelferInnen

Gerade die momentane Flüchtlingsthematik in Dortmund ist damit tagesaktuell angesprochen und auch Teil des Ganzen. Auch wenn bei der Planung des Festivals dieses noch nicht abzusehen war, so ist es doch symbiotisch und spontan mit eingeflochten worden. Denn die Zukunftsakademie NRW stellt im Rahmen der Veranstaltungen Freikarten für Geflüchtete und HelferInnen zur Verfügung. Besteht Interesse an einem Besuch von einzelnen oder mehreren Veranstaltungen kann man sich jederzeit unter folgender Emailadresse melden: g.dermosessian@zaknrw.de

Bis zum 04.10.2015 findet das Festival HUNA/K an verschiedenen künstlerischen Orten und im öffentlichen Raum in Dortmund mit mehr als 20 zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten aus dem Libanon, Ägypten, Palästina, Jordanien, Tunesien, Marokko, Syrien und Algerien statt: In Konzerten, Filmen, Street Art, Lesungen, Tanz- und Theaterperformances, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen werden Positionen und Narrative aus der arabischen Welt verhandelt.

Mit Unterstützung des Kulturbüros Dortmund und in folgenden Locations: Roxy Kino, Rekorder, TYDE Studios, Theater im Depot, Schauspielhaus Dortmund, Dortmunder U, Export 33 und im öffentlichen Raum in Dortmund.

 

 

Prasanna Oommen-Hirschberg bei der Eröffnung des HUNA/K 2015 im Roxy Kino Dortmund

Pressesprecherin Prasanna Oommen-Hirschberg / Foto: Florian Kohl

 

Bürgermeisterin Birgit Jörden bei der Eröffnung des HUNA/K 2015 im Roxy Kino Dortmund

Bürgermeisterin Birgit Jörder / Foto: Florian Kohl

 

Timo Köster bei der Eröffnung des HUNA/K 2015 im Roxy Kino Dortmund

ZAK-Geschäftsführer Timo Köster / Foto: Florian Kohl

 

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About the author

Nachdem er seinen Job als Sportreporter an den Nagel gehangen hat, hat es Florian Kohl als Freelancer, Denker und Schreiber von Hamburg nach Dortmund verschlagen. Soziale Strömungen, Politik und vor allem gutes Essen liegen dem vormals Hardcore-Reggae-Fundamentalisten sehr am Herzen. Wer ihn heutzutage eher auf Garage-Konzerten antrifft, sollte mal lieb grüßen: You won’t see him raging as long as being treated nicely.