Grenzerfahrungs-Performance mit Sandra Wiesner im Dortmunder U: I am interested.fine.you

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Sandra Wiesner macht Performances mit Grenzerfahrungen / Foto: Mareile Vaags

Die Dortmunder Künstlerin Sandra Wiesner lädt am kommenden Dienstag, den 12. Januar von 18 bis 19 Uhr in der Hochschuletage im Dortmunder U einmal mehr zu einer Grenzerfahrungs-Performance ein. Schon in ihrer vorangegangenen Performance, zusammen mit Susanne Schütz unter dem Pseudonym „ECHONEA“ im Dortmunder Depot, bedienten Wiesner und Schütz die emotionale Auseinandersetzung des Besuchers mit einer vorgegebenen Situation.

Wie erreiche ich den Betrachter in seiner Gefühlswelt und wie kann ich ihn mit den eigenen Gedanken oder Ängsten konfrontieren und ihn gleichzeitig noch handlungsfähig in das Geschehen mit einbeziehen? Diese Fragen stehen in fast allen Arbeiten von Wiesner im Vordergrund. Ihre Kunst soll nicht nur Wände schmücken oder „nette“ Unterhaltung sein. Wiesner will auf etwas aufmerksam machen, den Betrachter in einen inneren Monolog, sowie an seine Grenzen bringen, ohne mit einem dogmatischem Zeigefnger vor ihm zu stehen. Wonach werten wir, welche Grundlage hat unsere Kategorisierung und wie wertvoll ist diese in einem Miteinander? Diese Fragen will die Dortmunder Kunststudentin am kommenden Dienstag an die Besucher im Dortmunder U stellen. Um die Thematik der Grenzerfahrung aufzugreifen, wird auch diese Performance non-verbal verlaufen. Der Betrachter ist mit seinen Gedanken und Erfahrungen vorerst allein gelassen und trotzdem im Handlungszwang. Klingt spannend? Wird es auch werden.

Wiesner, die sich zur Zeit ein Atelier mit Garret Williams in der Kaiserstraße teilt, erhofft sich mit dieser Performance, Offenheit gegenüber Andersartigkeit zu erreichen und die Besucher für voreilige Wertungen sensibilisieren zu können. Seit also dabei, macht mit und lasst euch auf I am interested.fine.you ein. Im Anschluss sowie während der Performance stehen Möglichkeiten zum Austausch bereit. 

I am interested.fine.you
Dienstag, 12.01. 2016
Hochschuletage im Dortmunder U
18-19h

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About the author

Bjoern Hering lebt seit über 30 Jahren in Dortmund, aufgewachsen zwischen Graffiti, schwitzigen Konzerten und haufenweise Instrumentenkabeln. Bjoern liebt das Reisen und das Entdecken von Vergänglichem inmitten von hektischem Großstadttreiben. Auf seinem Blog Last Junkies On Earth dokumentiert er das Treiben seiner Stadt.