DAS KRACH: Einfach mal raus

Robert Adamek beim Videodreh von „Hinter mir die Stadt“ / Foto: Screenshot

Lange haben wir warten müssen, jetzt aber hat der Dortmunder Künstler DAS KRACH endlich wieder eine neue Scheibe rausgehauen. Wir sind uns sicher: Der neue Song „Hinter mir die Stadt“ hat definitiv das Zeug zum Frühlingshit.

Er habe sich eine kreative Pause gönnen müssen, erklärte DAS KRACH vor einiger Zeit noch, nachdem 2013 seine erste EP „SKiNNY LiTTLE BiTCH“ besonders in Südamerika gefeiert wurde und er für die 2014 folgende „Nairobi Lights EP“ mit dem Reggae-Star Black Prophet aus Ghana intensiv zusammengearbeitet hatte. Irgendwann jedoch juckt es jeden Musiker wieder in den Fingern und pünktlich zum neuen Jahr hatte der Electro-Bastler aus der Ruhrmetropole seine nächste Single auch schon vor sich liegen. Mit einem Mix aus Electronic Dance und Dubstep sinniert DAS KRACH in „Hinter mir die Stadt“ mit dunkler Stimme darüber, was das urban feeling ausmacht und verleiht dem befreienden Gefühl Ausdruck, das alles für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Was zurückbleibt ist die Deutlichkeit der Ambivalenz, von der Quirligkeit der Stadt genervt zu sein und doch nicht ohne sie leben zu können (oder zu wollen). Ein bisschen erinnert das Lied übrigens auch an eine weniger technoide Version von „Bretto“ (Schlachthofbronx, anyone?).

Begleitet wird das Lied von einem kurzerhand mit Sascha Bisley und Robert Adamek produzierten Video (mit Letzterem in der Hauptrolle), das wie Arsch auf Eimer passt und in dem sich jeder Dortmunder wiederfinden kann. Bisley lebt als Filmemacher und Autor in der Dortmunder Nordstadt und zusammen mit Adamek, der als Model, Architekt und Kettenraucher durch die Lande zieht, bestritt er schon einige Kurzfilme und Projekte. Nun also Bisley, Adamek und DAS KRACH: Wer dieses Video einmal gesehen hat, vor dessen inneren Auge wird es stets mitlaufen, wann immer er das Lied hört.

Das lange Warten hat sich jedenfalls gelohnt – und jetzt rein ins Auto, raus aus der Stadt und dabei das hier reinziehen. Dann werdet ihr wieder wissen, was ihr an Dortmund habt:

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About the author

Nachdem er seinen Job als Sportreporter an den Nagel gehangen hat, hat es Florian Kohl als Freelancer, Denker und Schreiber von Hamburg nach Dortmund verschlagen. Soziale Strömungen, Politik und vor allem gutes Essen liegen dem vormals Hardcore-Reggae-Fundamentalisten sehr am Herzen. Wer ihn heutzutage eher auf Garage-Konzerten antrifft, sollte mal lieb grüßen: You won’t see him raging as long as being treated nicely.

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